Zurück zur Übersicht Süddeutschland ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Adresse:
ZKM
Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Lorenzstraße 19
D - 76135 Karlsruhe
Tel: 0721 - 8100 - 0





Anfahrt:

Von Norden:
A5 bis Ausfahrt KA-Mitte,
weiter auf der Südtangente Richtung Landau dem ZKM-Schild folgen Ausfahrt 4.

Von Süden:
A5 bis KA-Süd,
dem ZKM-Schild folgen.




Internetadresse


www.zkm.de




Interaktive Kunst

Einzigartige Einblicke in die Verbindung zwischen Mensch und Maschine bietet das ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.
Dabei muss hier nicht jede Erklärung verstanden werden; jedes Exponat wird erst durch die Interpretation des Besuchers vollständig.

'Beyond Pages' von Masaki FujihataBesonders Kinder erkennen oft sofort den Ablauf eines Werkes. Man findet einen Tisch mit einem projezierten Buch und einen Stift. Was liegt also näher als sich zu setzen um darin zu blättern...plötzlich vermischen sich mit überraschenden Effekten reale und virtuelle Welt und alle beginnen zu verstehen, dass es eigentlich keinen Bereich unseres gesellschaftlichen Lebens mehr gibt, der nicht von Algorithmen durchdrungen ist.

Schon Kinder ab dem Vorschulalter können hier an vielen Teilen der Ausstellung ebenso aktiv teilnehmen wie erwachsene Besucher. Mit virtuellen Schauspielern auf einer Bühne stehen, während die Zuschauer von außen reale und virtuelle Akteure nicht unterscheiden können, mit seinem Schatten mit Seifenblasen spielen oder sich mit eigener Hand in mystische 3D Welten versetzen; die Möglichkeiten sind so vielfältig und ungewöhnlich, dass sie mit Worten nur schwer zu beschreiben sind.

ZKM - Spiel mit Seifenblasen Ein unbeschreibliches Gefühl ist es, eine Pflanze zu streicheln und zu wissen, dass die dadurch auf eine Großleinwand projezierten Bilder von Sensoren stammen, die an den Wurzeln der Pflanze angebracht sind. Die Pflanzen dienen sozusagen als Schnittstelle zwischen Software und Besucher.
Durch Berührung der Blätter verändert sich die Projektionsfläche: jede reale Pflanze hat ihren entsprechenden virtuellen Gegenpart.
Exponate dieser Art verändern unsere Sichtweise des Lebens, denn wieder zu Hause wird man seinen Umgang mit den hauseigenen Pflanzen garantiert neu überdenken.

Barcode HotelIn Perry Hobermans 3D Barcode Hotel wird der Strichcode, den wir sonst nur als Mittel zur Kennzeichnung von Waren kennen zu einem spielerischen Hilfsmittel. Die ganze Familie kann hier mit einem Scanstift Objekte wie Teddybären, Motorräder, Hüte und andere auf den 3D Bildschirm zaubern und sie mit weiteren Strichcodes zum Leben erwecken und Bewegung, Farbe und Klang verändern.

Schwer, die Kinder von hier fortzulocken, doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken.

Leider sind die komplizierten Erklärungstafeln an den Objekten für Familien mit Kindern oft nicht besonders hilfreich.
Wer sich lieber jedoch die eigene Phantasie verlassen kann, kann die einzelnen Stationen einfach ausprobieren. Viele erklären sich im Verlauf des Versuches tatsächlich von selbst. Und wer gar nicht weiter weiß hat die Möglichkeit, das äußerst freundliche Aufsichtspersonal zu befragen.

Schall wird sichtbar Weltklangkarte


Da kann man zum Beispiel den Schall seiner eigenen Stimme sichtbar machen, auf einer Weltklangkarte Geräusche aus aller Welt hören oder mit einem realen Fahrrad durch eine virtuelle Stadt radeln, was zum ersten Mal auf der Ars Electronica in Linz und auf der World Design Expo Artec'89 gezeigt wurde und somit zu den ersten Verbindungen zwischen Realität und virtueller Welt gilt.

Viele interessante Kunstobjekte lassen sich hier ebenfalls bewundern.

Große Augen gibt es auch bei Zuse Z22, der als ältester noch voll funktionsfähiger und originalgetreu erhaltener Röhrenrechner der Welt gilt. Besonders für Kinder, die ihren kleinen HeimPC im Kinderzimmer stehen haben, ist die Größe dieses Rechners kaum zu begreifen.

Welt der Spiele:reloadedNoch größere Augen gibt es dann im zweiten Obergeschoss bei der Präsentation von Computerspielen. »Welt der Spiele« : reloaded heißt die Ausstellung, die nicht nur die Kinder im Gameboy und Computeralter fasziniert.

Hier kann man Zum Beispiel "Tennis for Two" spielen, das aus dem Jahre 1958 stammt und als das erstes seiner Art gilt. Es wurde übrigens von William Higinbotham entwickelt, der damals als Leiter der Abteilung Instrumentation Division am Brookhaven National Laboratory der amerikanischen Regierung tätig war und feststellen musste, dass sich die Besucher bei der Besichtigung seines Laboratoriums mit den meist statischen Displays langweilten.

In einer Art Ahnengalerie wird die Geschichte dieser Spiele nicht nur gezeigt, die alten und neuen Varianten der virtuellen Spiele können auch wirklich gespielt werden. Der Nintendo 64 ist dabei genauso vorhanden wie der erste Gameboy oder die aktuelle Playstation 2. An einigen Stationen wird sogar mit ganzem Körpereinsatz gespielt und es bleibt nur die Frage offen, wer sich hier eher wieder losreißen kann: der Nachwuchs oder Mama und Papa??

Körpereinsatz beim Computerspiel


Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie besteht übrigens nicht nur aus der Ausstellung.
Im Juli 1999 wurde hier ein Institut für Grundlagenforschung eingerichtet, das sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von Schnittstellen zur sinnlichen Darstellung abstrakter oder komplexer Sachverhalte beschäftigt.

ZKM ist aber auch Instititut für Musik und Akustik, Institut für Bildmedien, für Medien und Wirtschaft und Filminstitut, und in der ZKM Mediathek findet man eine der umfassendesten Sammlungen zeitgenössischer Musik, Video und Literatur zur Kunst des 20. und 21. Jahrhundert.


Spannende Ausstellung zum Mitmachen, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen interessant ist.


Die Erklärungstafeln sind sehr wissenschaftlich und es empfiehlt sich vorher an einer Führung teilzunehmen. Kreative Besucher probieren die Exponate einfach aus, denn viele erklären sich dann tatsächlich von selbst.
Extra Tipp:
Nicht vom Namen der Ausstellung abschrecken lassen. Eltern mit Kindern ab dem Vorschulalter, aber auch Jugendliche und Erwachsene erlebten hier laut unserer Erfahrungsberichte viele spannende Stunden.

Öffnungszeiten 2017:
Mi - Fr
10 - 18 Uhr

Sa - So
11 - 18 Uhr

Mo - Di
geschlossen



Zuse Z22 - Zentrum für Kunst und Medientechnologie


Preise 2017:
unterschiedlich