Zurück zur Übersicht Feste Was Kinder fragen....
Wieso? Weshalb? Warum?

Wir versuchen aufgrund von Geschichtsbüchern, Zeitschriften und Fernsehdokumentationen Antworten auf viel gestellte Kinderfragen zu geben, erheben jedoch keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.





Warum schmücken wir einen Weihnachtsbaum?

Weihnachtsäume sind noch gar nicht so alt
Tannengrün diente schon vor langer Zeit um Unheil abzuwehren und drückte gleichzeitig die Hoffnung der Fruchtbarkeit aus.
Die Idee, den Jahreswechsel mit grünen Zweigen zu feiern, war also schon den Römern bekannt. Sie feierten die Kalenden in Häusern, die mit Lorbeerzweigen geschmückt waren.

In Deutschland wollte man sich vor Gefahren schützen, indem man nicht nur Tannen, sondern auch Misteln und Wachholder als Dekoration benutzten.
Die Kirche war davon jedoch zunächst nicht begeistert und verhing zahlreiche Verbote.
Erst vor ungefähr 300 Jahren gehört der uns bekannte Weihnachtsbaum zum Christfest. Wenn man den Geschichtsbüchern glauben darf, stellten Zunfthäuser des städtischen Handwerks 1570 den ersten Tannenbaum auf um ihn weihnachtlich zu schmücken. Er sollte lediglich als einmalige weihnachtliche Dekoration dienen. An den Zweigen hingen Datteln, Nüsse und Äpfel, die dann zur Weihnachtszeit von den Kindern abgepflückt werden durften.



Schnell zog diese Idee der weihnachtlichen Dekoration dann in die Fürstenhöfe und Städte ein. Sie entsprach den Repräsentationsbedürfnissen des Bürgertums dieser Zeit und der Brauch Tannenbäume zu schmücken breitete sich immer weiter aus. Bald wurde er in jeder Kleinfamilie zum Mittelpunkt der häuslichen Weihnachtsfeier.
Im Verlauf des 17. Jahhunderts fand man den Weihnachstbaum in vielen Wohnzimmern. Kerzen trug er damals jedoch noch nicht und auch die allseits bekannten Weihnachstkugekn hatten noch keinen Einzug gefunden. Stattdessen wurde der Weihnachtsbaum mit Rosen aus Papier oder Oblaten, später dann mit immer mehr Naschzeug bestückt.

Um 1730 dann kam die Idee der Christbaumbeleuchtung auf und der Baum begann dem zu ähneln, was wir heute unter einem Weihnachtsbaum verstehen. War hier die wirkliche Geburtsstunde des Christbaumes??

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich der Weihnachtsbaum jedoch durch einen eher traurigen Anlass zu einem unumstößlichen Symbol des Christfestes. Man brachte die Bäume im deutsch-französischen Krieg im Jahre 1870/71 an die Front um die Moral der Truppen zu stärken. In allen Unterständen, Quartieren und sogar in den Lazaretten wurden die Bäume aufgestellt und am heiligen Abend die Kerzen angezündet.

Wer das Glück hatte, nach dem Krieg heimzukehren, vergaß diesen Augenblick der festlichen Stimmung nie und so bekam der Weihnachstbaum bald einen festen Platz in jeder Familie.
Extra Tipp:

Schmücken Sie Ihren nächsten Weihnachtsbaum doch auch einmal mit süßem Naschwerk, den man am Weihnachstabend abpflücken darf.

Nach Weihnachten hat sich das lästige Abschmücken des Weihnachtbaumes dann garaniert von selbst erledigt.....