Zurück zur Übersicht Norden Seehundstation Nationalpark-Haus
Adresse:
Seehundstation Nationalpark-Haus
Dörper Weg 24
D-26506 Norden
Tel. 04931 - 89 19




Anfahrt:

sehr gute Anfahrtsbeschreibung gibt es auf der Seite des Veranstalters unter 'So finden Sie uns'




Ein Beitrag zur Rettung der Seehunde

Das ist eine von 14 Informationseinrichtungen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und hat viel mehr zu bieten, als man es dem Namen nach vermuten würde.



Die Seehundstation, wie sie auch genannt wird, hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Seehunde, die von der Mutter getrennt wurden, aufzuziehen und auf ein Leben in der freien Natur vorzubereiten.

Da die Seehunde im Juni/Juli geboren werden, ist die Auslastung der Auffangstation in den Sommermonaten natürlich besonders groß.

70 Tiere sind hier keine Seltenheit. Die Waisen 'heulen' nach ihrer Mutter, wenn sie durch Störungen von Menschen oder Stürme oft weitab vom Wurfplatz angetrieben werden, daher heißen sie auch Heuler.

Die jungen Tiere, die weitgehend ohne menschlichen Kontakt aufwachsen sollen, sind durch große Panoramascheiben nur wenige cm von den Besuchern getrennt und doch werden sie durch eine Verspiegelungstechnik von ihnen nicht gestört.
Zweimal täglich kann man bei den Fütterungen zusehen, aber auch wenn keine Fütterungszeit ist, sind die possierlichen Tierchen einen Besuch wert.

Auch im Winter kann man die Seehundstation natürlich besuchen. Meist befinden sich dann einige der selteneren Kegelrobben dort, da sie, im Gegensatz zu den Seehunden, ihre Jungen im Winter bekommen.



Natürlich gibt es in der Seehundstation Nationalpark-Haus Norden-Norddeich noch viel mehr zu sehen und zu erleben. Auf einer Bodenfläche können große und kleine Besucher versuchen, sich wie eine Robbe vorwärts zu bewegen. Ein Bildschirm macht es vor und bewertet auch gleich die Versuche der Besucher, was zu manchem Lacher führt.

Im Wattenmeerzimmer erlebt man Ebbe und Flut im Zeitraffer, während die Kinder das Leben der Wattschnecke an einem Modell erkunden und herausfinden, wie die Schnecke sich mit den Gezeiten zu den besten Mahlzeiten verhelfen lässt. Große und leicht verständliche Modelle zeigen auch, dass die wie Wattwürmer aussehenden Sandschlingen im Wattenmeer gar keine Würmer sind und auch so manch Erwachsener staunt über die hier sehr anschaulich gezeigte Erklärung.

Ganz spielerisch lernen die Besucher wie das Innenleben einer Muschel aussieht und wie weich sich ein Seehundfell anfühlt.

Seehunde leben nicht in Rudeln. Vielmehr brauchen sie um sich herum einen gewissen Freiraum und so müssen sich die jungen Seehunde einen Weg zum Wasser bahnen, ohne die Privatsphäre der einzelnen Robben zu verletzen, da sie sonst möglicherweise gebissen werden. Wie schwer das ist, können Kinder in einem Balancespiel herausfinden.

Mit einer Kamera können Kinder auf Seehundsuche im Außenbereich gehen und die Tiere ganz nah heranzoomen. Der Außenbereich ist natürlich nicht zugänglich, weil die Tiere hier - mit möglichst wenig Kontakt zu Menschen - wieder auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden.

Auch die Paarung der Seehunde, die Aufgaben der Augen und des Riechorgans und der Unterschied zwischen einer Kegelrobbe und einem Seehund sind sehr anschaulich dargestellt. Wer das Skelett des Menschen und das eines Seehundes im großen Schaukasten vergleicht, wird sehr bald viele Gemeinsamkeiten feststellen.

Die Aufgabe des Hauses besteht darin, die Öffentlichkeit über die Bedeutung des Nationalparks und die Schutzbestimmungen zu informieren und nach dem Besuch der Ausstellung ist klar, warum man mindestens 100 m Abstand von den Robben halten soll, sie weder anfassen noch erschrecken und schon gar nicht einfach mitnehmen darf.



Die 'Seehundstation Nationalpark-Haus' ist eine leistungsfähige anerkannte Betreuungsstation für Meeressäuger und finanziert sich durch Spenden und den Eintritt in die Seehundstation. Der gemeinnützig anerkannte Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes e. V beschäftigt drei Tierpfleger, vier Zivildienstleistende und fast 30 Praktikanten allein zur Versorgung der Tiere. Spenden sind jederzeit willkommen und wer eine größere Summe (500 Euro) spendet, kann sogar als Pate einem der Robben einen Namen geben.

Jeder Besucher leistet mit seiner Eintrittsgebühr einen Beitrag zur Erhaltung dieser Station.

Direkt vor der Station befindet sich ein großer Spielplatz, der ebenfalls zum Verweilen einlädt und ein sehr schöner Park mit vielen Spielmöglichkeiten.

Wer noch mehr erleben will, erwirbt gleich die günstigere Kombikarte mit Seehundstation und Waloseum, das nur eine Autominute entfernt liegt.
Extra Tipp:
Direkt an der Seehundstation befindet sich auch ein Kinderspielhaus, Abenteuergolf und ein Erlebnisschwimmbad.

Öffnungszeiten 2017:
täglich
10 Uhr bis 17 Uhr


Fütterungen:
täglich
11 Uhr und 15 Uhr




Preise 2017:
Die unterschiedlichen Angebote entnehmen Sie bitte der offiziellen Internetseite im Inofkasten links.