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Wussten Sie schon...
..dass nur noch 2 % der deutschen Weihnachtsgeschenke selbstgebastelt sind? Sogar Kinder geben lieber ihr gesamtes Taschengeld aus um Geschenke zu kaufen statt sie selber herzustellen.




Warum beschenken wir uns eigentlich??

Joachim RINGELNATZ in einem Gedicht über das Schenken.
Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen
Wenn die Bedachten
die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt an Meinung,
Geschmack und Humor,
so daß die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist, ohne List.
Sei eingedenk,
daß dein Geschenk
du selber bist.



Schenken und beschenkt werden ist keine Erfindung der Neuzeit. Es kommt vielmehr schon seit Urzeiten in allen Kulturen vor.

Die Gründe für das verteilen der gaben haben allerdings vielfältige Hintergründe. Einige davon möchte ich heute hier aufführen.

Das Bestehen des Lebens
Dass Frauen die Babys kriegen ist nicht unbekannt. Auch dass Frauen ohne eine männlichen Partner keine Kinder zeugen können weiß jeder. Nach welchem Prinzipien aber eine Frau den Partner auswählt, der für das Fortbestehen des Lebens sorgen soll, ist weitgehend unbekannt. Eine Rolle spielt aber auf jeden Fall das Verhalten des Partners. Hier muss eifrig gebuhlt werden, denn jedes männliche Lebenwesen möchte seine eigenen Gene an die nächste Generation weitergeben und benötigt dazu die Gunst einer Frau. Da wird nicht nur bei den Menschen sondern auch im Tierreich das Beschenken und damit das Anschmeicheln und Auf sich aufmerksam machen großzügig angewendet.

Schenken für sich selbst
Andere zu beschenken gibt dem Schenkenden das Gefühl von Großzügigkeit.Er fühlt sich wichtig und hält sich für einen guten Menchen. Auf dieses Gefühl zielen natürlich auch die Bettler auf den Straßen ab, besonders wenn sie mit kleinen Kindern sichtbar hilflos auf den Straßen sitzen.
Trotzdem gehört diese Art von Schenken zu den Selbstlosesten, da es keiner bestimmten Funktion zugeordnet werden kann.

Schenken als Mittel zum Zweck
Viele Schenkende verfolgen mit ihrem Geschenk einen bestimmten Zweck. Dies kann im Unterbewusstsein geschehen, wenn man zum Beispiel jemandem mit einem Geschenk danken will oder seine Gefühle zum Ausdruck bringt, Hier entscheidet das emotionale Unterbewusstsein darüber, dem anderen eine Freude zu machen und der Gedanke, dass diese Handlung einem bestimmten Zweck dient dringt gar nicht bis ins Bewusstsein vor.

Andere wiederum vergeben Geschenke aus einem ganz bestimmten Grund.
Durch Werbegeschenke wollen Gewerbetreibende anderen möglichst lange in Erinnerung bleiben. Deshalb zielen Werbegaben meist auf den täglichen, langfristigen Bedarf ab. Da darf es der Kalender für ein ganzes Jahr sein oder das Schuhputzset, dass der Kunde ständig mit sich führt und regelmäßig gebraucht.

Aber auch das eigene Bild für den Partner soll diesen Zweck erfüllen, besonders wenn es täglich sichtbar zum Beispiel auf dem Schreibtisch steht.

Schenken als Selbstdarstellung
Mit teuren Geschenken kann man seinen eigenen Status präsentieren und sich vor der Gesellschaft brüsten. Oftmals geht dieser Schuss jedoch nach hinten los, wenn sich der Beschenkte beschämt fühlt und sich nicht für das teure Geschenk revanchieren kann.

Schenken um Platz für Gefühle zu schaffen.
Besonders Menschen, die ihre Gefühle nur sehr schwer ausdrücken können - wir wissen alle, dass damit vorwiegend die Männer gemeint sind :-)) - ,greifen gerne zu einem Geschenk um sich der sprachlichen Bemühung zu entziehen. Dazu gehören vor allem spontande Geschenke, die keinen besonderen Anass haben.

Das Weihnachtsgeschenk Meist verschenken wir etwas zu einem bstimmten Fest.
Vielleicht stammt das Weihnachtsgeschenk aus dem christlichen Bereich. Die Bibel sagt 'Also hat Gott die Welt geliebt' und er gab uns seinen eingeborenen Sohn als Erlösungsgeschenk.
Andere meinen, die Weihnachtsgeschenke stammen von den drei heiligen Königen ab, die dem Jesuskind Geschenke brachten.
Wieder andere glauben den Ursprung der Geschenke bei den Römern zu finden. Das Weihnachtsdatum ist schließlich nachweislich nicht das Geburtsdatum Jesu (auch nachzulesen unter Warum wir Weihnachten feiern.), sondern vielmehr der römische Feiertag, der zu Ehren des Gottes Saturn abgehalten wurde. Und eben an diesem Tag wurden die Beamten und Sklaven mit Geschenken belohnt und in Germanien wurde das gesinde mit großzügigen Geschenken zu einem weiteren Dienstjahr verpflichtet.

Extra Tipp
Verschenken Sie doch mal Zeit...

Sie können eine Reise verschenken, ein Wochenende zu zweit oder auch einen gemütlichen Abend zu Hause. Schenken Sie ihrem Kind einen Bastelnachmittag oder einen Waldspaziergang, bei dem es Freunde mitnehmen darf. Ihrer Phantsie sind hier keine Grenzen gesetzt.


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