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Das Museum befindet sich in Radebeul-Ost neben der Lutherkirche.
Ein Muss für jeden Fan von Winnetou, den fiktiven Häuptling der Mescalero-Apachender, der als edler und guter Indianer mit seiner Silberbüchse auf seinem Pferd Iltschi für Gerechtigkeit und Frieden kämpfte und Old Shatterhand, den jungen Deutschen, der im Westen für die Eisenbahn arbeitete, den Apachenhäuptling Winnetou vor dem Marterpfahl rettete und nach einigen Verwicklungen sein Blutsbruder wurde, ist das Karl May Museum in Radebeul.
Karl May, der 1842 geboren wurde, zog 1895 in die Villa Shatterhand in Radebeul. Seine Abenteuerromane schildern Reisen in den Wilden Westen und den vorderen Orient, und obwohl er selbst diese Länder nie bereist hatte, wurden seine Bücher mit einer Gesamtauflage von 200 Millionen Exemplaren in 33 Sprachen übersetzt.
Das kleine Privathaus mit dem Namen Villa Shatterhand zeigt die Originalausstattung seiner Räume, die ein wenig an ein Kuriositätenkabinett erinnern, denn hier sind Mitbringsel aus verschiedenen Ländern abenteuerlich zusammengestellt. Karl May wollte mit dieser Einrichtung darüber hinweg täuschen, dass er die meisten der Abenteuergeschichten, von denen seine Bücher handeln, in Wahrheit gar nicht erlebt und teilweise die Länder auch nie besucht hatte. Man kann sich gut vorstellen, dass die gesammelten Stücke seine Fantasie angeregt haben mögen.
Besonders sehenswert ist die Villa Bärenfett im Garten des Anwesens, in der Originale aus dem indianischen Alltagsleben zusammengetragen wurden, einschließlich lebensgroßer Indianerpuppen in den unterschiedlichsten Trachten.
Obwohl das Museum nicht interaktiv eingerichtet und alles nur hinter Glaskästen zu bewundern ist, lässt es die Welt der Indianer wieder aufleben. Dazu tragen die ausgefallenen Ausstellungsstücke wie Rasselketten aus Schmeterlingkokons oder echte Skalpe ebenso bei wie das Gebäude selbst, das an ein amerikanisches Blockhaus aus der Zeit der Indianerkriege erinnert.
Im Museumsshop können dann natürlich alte und neue Ausgaben der Karl-May-Bände gekauft werden, aber auch allerlei 'Indianisches'. Für Karl-May-Fans ist das Museum ein absolutes Muss, weil man u. a. Winnetous berühmte Silberbüchse und Old Shatterhands Henrystutzen (ein Gewehr, mit dem man 25 mal schießen konnte ohne nachzuladen) und den Bärentöter sehen kann. Aber auch die Freunde der echten Indianer können eine informative Stunde in den Ausstellungsräumen verbringen.
Das gegenüber der Villa gelegene Grundstück kaufte Karl May im Oktober 1896 und legte darauf einen Obstgarten an. 1932 wurde der kleine Karl-May-Park der Stadt Radebeul übergeben und lädt noch heute kostenlos alle Besucher zu einer kleinen Rast ein. Hier können Kinder herumtoben oder Tierspuren raten.
Ein Muss für Karl May Fans und in den Sommerferein gibt es auch Aktivitäten und Animationen für Kinder.
Fast alles ist sorgfältig hinter Glas verpackt und Kinder, denen Karl May kein Begriff ist, wollten hier (laut unseren Erfahrungsberichten) außerhalb der Sommerferien in dem Ausstellungsmuseum nicht lange verweilen.
November-Februar:
Dienstag bis Sonntag
10.00-16.00 Uhr
Montags (außer an Feiertagen),
1.Jan., 24., 25., 31. Dez.
geschlossen.
Preise 2010:
Erwachsene:
7,00 €
Kinder
(4 bis 16 Jahre):
3,00 €
Familienkarte:
13,00 €
(2 Erwachsene + 2 Kinder / Schüler bis 16 Jahre)
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